Aktueller Spritverbrauch

Motor, Getriebe, Antriebswellen, ...
Roberino
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Aktueller Spritverbrauch

Beitrag von Roberino »

Moin Leute,

wenn ich z.B. Stadtgeschwindigkeit fahre, dann zeigt mir mein BC (mit eingeschalteten Tempomat) einen aktuellen Verbrauch von zirka 7.8l an.

Gehe ich jedoch komplett vom Gas, dann zeigt er mir 0l Verbrauch an.

Naja, kann ja eigentlich nicht sein, der Motor läuft ja noch und der Wagen rollt immernoch mit 50km/h.

Warum geht die Anzeige auf Null? Der Motor braucht doch weiterhin Sprit! :gruebel:

Wer kennt sich da aus?

Ciao
Robert



Martin
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Beitrag von Martin »

@Roberino,

Der motor geht in leerlauf, wenn du kein gas gibs dann kriegt der motor nur den sprit die er braucht für leerlauf.

Dein wagen lauft 50 km/h weil du geschwindigkeit hast, stellst du den motor ab und lasse im bergabwärts laufen läuft er sogar schneller ohne eine tropfen sprit,
bitte nicht ausprobieren :!: :!:

Allerdings liegt mein durchschnitt auf 10,9 llt, sportliche fahrweise aber kein raserei.


grusst Martin



scenicfan
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Re: Aktueller Spritverbrauch

Beitrag von scenicfan »

Roberino hat geschrieben:Moin Leute,



Warum geht die Anzeige auf Null? Der Motor braucht doch weiterhin Sprit! :gruebel:

Wer kennt sich da aus?

Ciao
Robert

hallo.
er braucht keinen (!) sprit.
hatte bis jetzt einen benzindirekteinspritzer,der verhielt sich genauso.
man konnte ohne weiteres im schubbetrieb die zündung ausschalten,absolut keine reaktion,wogegen normale vergasermotoren zum schiessen begannen.
das ist der vorteil von direkteinspritzer,einspritzer.



chain

Schubabschaltung

Beitrag von chain »

Haben eigentlich alle Einspritzmotoren.
Hatte mein Eco UNO vor langen Jahren schon.
Daher ist es auch sparsamer dezenz mit dem Motor zu bremsen als auszukuppeln. Beim Leerlauf braucht er dann wieder Sprit, damit er nicht ausgeht ..



SV-Elchi
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Beitrag von SV-Elchi »

Das ganze nennt sich dann Schubabschaltung.
Hilft bei langen Bergabfahrten deutlich beim sparen, wenn man die Motorbremse benutzt.



Roberino
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Beitrag von Roberino »

@ All

Also, damit ich das auch richtig verstehe - brauch manchmal ein bischen :oops: - bei Schubabschaltung bekommt der Motor wirklich keinen Tropfen Sprit :?: ! Aber ausgehen tut er auch nicht, weil ja der Gang drin ist (bei Automatik D).

Schon ne komische sache - für mich :oops:

Aber es spart ja scheinbar zumindest Sprit.

Ciao
Robert



SV-Elchi
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Beitrag von SV-Elchi »

Nicht vergessen, dein Motor wird ja noch über den Kraftschluss zwischen den bewegenden Rädern und ihm angetrieben.
Er läuft also auf der für die Geschwindigkeit und Gangstufe normalen Drehzahl.
Die Energie die er für die Umdrehungen braucht bezieht er also nicht aus dem Kraftstoff sondern aus der Bewegung deines Fahrzeuges.
Und somit werden auch alle angehängte Aggregate (?) mit Energie versorgt.

Grüsse
Elchi



San
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Beitrag von San »

Hi roberino
Hi @ all

da ich die Geschichte mit der Schubabschaltung auch nicht so ganz verstanden/geglaubt habe war ich auf "Netzsuche" Und , voilà hier die Ergebnisse:


nach http://www.nordvirke.de/index.htm?content

Sprit sparen durch Schubabschaltung statt Leerlauf
Im Leerlauf verbraucht ein warmer Automotor ca. 1 bis 1,5 l Treibstoff pro Stunde (wenn er die Betriebstemperatur noch nicht erreicht hat etwas mehr), denn der Motor muß "am Laufen" gehalten werden; dabei ist es egal ob der Wagen rollt oder steht, ob man die Kupplung tritt oder den Gang rausgenommen hat, die Wirkung ist die gleiche, nämlich daß der Motor im Leerlauf mit Leerlauf-Drehzahl läuft und dafür Treibstoff benötigt.
Die meisten halbwegs modernen Autos mit Schaltgetriebe haben eine automatische Schubabschaltung (nicht zu verwechseln mit Schubumkehr ;-) ), seit etwa Baujahr 1990 ist die nämlich bei den meisten Motoren vorhanden. Während der Schubabschaltung wird die Kraftstoffeinspritzung in den laufenden Motor unterbrochen, der Kraftstoffverbrauch ist also 0 (in Worten: null)! Die Schubabschaltung wird (sofern vorhanden) automatisch aktiviert, wenn das Auto rollt (man also keinerlei Gas gibt) und ein Gang eingelegt ist (also nicht auskuppeln!), dann wirkt die Motorbremse und der Motor wird durch die Bewegungsenergie des Wagens "am Laufen" gehalten (Schubbetrieb). Die Schubabschaltung funktioniert aber nur, wenn sich der Motor oberhalb einer bestimmten motorabhängigen Drehzahl befindet, bei Benzinern liegt die bei ungefähr 1500 min-1, bei Dieseln bei ungefähr 900 min-1! Wenn die Drehzahl darunter sinkt, wird wieder Treibstoff eingespritzt, damit der Motor nicht ausgeht, deshalb dann evtl. runterschalten, wenn eh abgebremst werden soll (Motorbremse) oder (dann erst) auskuppeln und rollen lassen - oder eben beschleunigen!
Automatik-Fahrzeuge haben keine Schubabschaltung!
Fahrzeuge ohne Schubabschaltung können statt dessen auskuppeln oder den Gang rausnehmen um etwas Kraftstoff zu sparen. Bei ihnen bringt die Motorbremse keinerlei Spritersparnis, der Verbrauch ist wie im Leerlauf!
Übrigens: Niemals während der Fahrt (z.B. auf einer Gefällestrecke) den Motor zum Spritsparen abschalten!


nach http://www.ciao.com/Sprit_Sparen_Tipps_ ... st_2757823

2. Auskuppeln bzw. Schubabschaltung nutzen

Rollen Sie bergab im Leerlauf, denn bei leichtem Gefälle spart im Zweifel das Rollen im Leerlauf mehr als die Schubabschaltung.
Nur bei starkem Gefälle ist das Einlegen des Ganges ratsam, da abgesehen von der Bremsen-schonung nur bei eingelegtem Gang und losgelassenem Gaspedal die Schubabschaltung wirken kann.
Wenn Sie einen Bordcomputer haben, schalten Sie die Anzeige auf ?Momentanverbrauch?, um erkennen zu können, wie Ihr Autohersteller die Schubabschaltung programmiert hat
( Momentanverbrauch = 0 Liter ).
Bei Dieseln setzt die Schubabschaltung bei jeder Drehzahl sofort ein, wenn das Gaspedal losgelassen wird. Bei Benzinern stoppt die Schubabschaltung die Kraftstoffzufuhr nur, wenn das Gaspedal bei einer bestimmten Mindestdrehzahl losgelassen wird. Diese Mindestdrehzahl gilt es herauszufinden, was auch ohne Bordcomputer gelingen kann : lassen Sie bei verschiedenen Drehzahlen ( am besten im höchsten Gang) das Gaspedal los. Wenn nach ca. 2 Sekunden die Motorbremse ganz leicht spürbar plötzlich stärker wird, hat die Einspritzpumpe genau in diesem Moment die Kraftstoffzufuhr gestoppt.
Die Motorbremse wird deshalb stärker, weil keine Leerlaufspritmenge mehr eingespritzt wird.
Nebenbei bemerkt - Sicherheitsargumente sprechen nicht gegen das Auskuppeln. Im Gegenteil : Ein ausgekuppeltes Fahrzeug hat an allen Rädern gleichmässige Bremskräfte, da per Fussbremse alle Räder gleichmässig abgebremst werden. Käme hier noch die Motorbremse durch einen eingelegten Gang hinzu, so wären die Bremskräfte an der Antriebsachse höher als an der anderen Achse und das Fahrzeug wäre ?potentiell instabil?, vor allem bei Glätte, wo schon das Gaswegnehmen fatale Folgen haben kann.
Sollten dies wieder einmal bestimmte Weihnachtsmänner an der Biertheke bestreiten, verweise ich auf Automatikautos. Deren Getriebe kuppeln nämlich bei einer Vollbremsung selbständig und sofort aus, um das Fahrzeug stabil zu halten ? und der Autohersteller wird schon wissen, warum ? eben um alle Räder gleichmässig zu verzögern. Die Motorbremse ist sowieso unnötig, da die Fussbremse immer genug Druck aufbaut, um die Räder bis an die Blockiergrenze abzubremsen.

Hmm, also scheint das mit der Schubabschaltung ab einer gewissen Drehzahl doch zu funktionieren. :idea:

Und was ich besonders Interessant fand (stand unter Anderem auch bei
http://www.spritsparkurs.de/sparregeln.html )

1. Radikale Drehzahlreduzierung

Fahren Sie stets im höchstmöglichen Gang ( niedertourig ) , d.h. ab ca. 40 km/h bereits im 5. bzw. ab ca. 50 km/h im 6. Gang. Nehmen Sie Brummen und Vibrieren des Motors in Kauf, da dies keinen Schaden verursacht. Vermeiden Sie aber untertouriges Fahren unterhalb der Leerlaufdrehzahl ( ca. 900 U/min ) bzw. Motorruckeln.
Schalten Sie erst ´runter, wenn trotz Vollgas die Beschleunigung nicht mehr ausreicht. Den höchsten Wirkungsgrad ( Sparsamkeit ) erzielt ein Verbrennungsmotor bei starkem Gasgeben ( kein Witz ! ) und gleichzeitig niedriger Drehzahl.
Das sogenannte ?Betriebsoptimum? liegt je nach Motortyp ( Otto-, Diesel-, Saug-, Turbo-, Benzindirekteinspritzer-, 8- oder 16-Ventilmotor )
zwischen 1.400 und 2.000 U/min und zu 90 % durchgetretenem Gaspedal !

Vielleicht hilfts ja Sprit zu sparen - denn ehrlich gesagt ich mach mir schon einn paar Gedanken über die erwähnten 10,irgendwas Liter - nachdem ich mit dem Clio immer unter 8,5 l auch im dicksten Stadtverkehr geblieben bin.


Gruß

Michael



Roberino
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Scenicmodell: VW Touran

Beitrag von Roberino »

@San

mega vielen Dank für diese Ausführung!! :D :D

Echt genial.

Baba
Robert



century
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Beitrag von century »

Also, ich muss euch allen recht geben, man braucht kein Sprit.

@:San

danke war sehr interessant dein Bericht.

Aber ich habe noch eine Frage: Ist das auch bei den Diesel-Motoren so?(Also die neueren)?



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